f l o w and s t i r

Eine Rauminstallation bestehend aus einzelnen Teilstationen im Rahmen des einjährigen Goldbekhof- Atelierstipendiums in Hamburg (2018-2019)
Die Erforschung des Raumes in Bezug auf Zusammenhänge von Bewegung und deren Umgebung.

TEXTE zur Ausstellung:
FREIRÄUME von Mareike Teigeler
THERMODYNAMISCHE KUNST ZWISCHEN MACHT UND KONTINGENZ von Klaus Frieler

f l o w and s t i r, Rauminstallation, Gastatelier Goldbekhof 2019



Raumakustik, Audio

WORK IN PROGRESS, Dokumentation einer Rauminstallation


Im Folgenden sind die einzelnen Teilstationen der Gesamtinstallation dargestellt.




Videoausschnitt von oben






Eine Kugelbahn längs im Raum. Der Lauf einer einzelnen Murmel bis zum Ziel ist nicht garantiert.

Fällt die Murmel frühzeitig aus der Bahn, rollt diese entweder irgendwo durch den Raum bis sie dann zum Auslaufen kommt

oder sie trifft direkt in die Anordnung der Styroporlinie und schafft dadurch eine Spur einer weiteren Bewegung.

Gelingt der Lauf, endet die Murmel mit einem zarten Klang an der Triangel und landet am Ziel.






Die jeweiligen Luftströme der sich gegenüber stehenden Ventilatoren verursachen leichte Bewegungen eines einzelnen Balles, ohne

dass der Ball in ein endgültiges Gleichgewicht kommen kann.


Die Installation eines Haarföns an der Wand, mit der Öffnung des Luftstroms senkrecht nach oben.

Darüber ein kleines Drahtgebilde als Halterung für einenTischtennisball, der darin liegt.

Startet der Luftstrom, fliegt der Ball nach oben und schwebt tänzelnd in der Höhe bis der Fön wieder ausgeschaltet wird und der Ball

an seinem Ausgangspunkt wieder Platz nimmt.

Der Fön kann nach Belieben an und wieder ausgeschaltet werden.

Eine auf dem Boden stehende elektrische Herdplatte.

Einige Meter darüber ein Rohr, senkrecht von der Decke hängend, gefüllt mit Wasser.

In regelmässigen Abständen bildet sich ein Wassertropfen an einem kleinen Loch im unteren Verschlussdeckel des Rohres und

tropft auf die heisse Platte. Das Zischen der Verdampfung wird durch ein vor der Herdplatte installiertes Mikrophon aufgenommen

und über Lautsprecher im Raum verstärkt hörbar gemacht.

Zeitgleich wird die Bildung des Tropfens bis zu dessen Loslösung von einer Kamera aufgenommen und an die dahinter liegende

Wand projiziert. 

(s. auch AKTION 231 - Come to nothing)




Ein transparenter Vorhang von der Decke bis zum Boden hängend. Davor ein an einer Schnur hängender kleiner Fussball.

In langsamen Abständen bewegt sich das an der Schnur angebrachte Pendel mit dem Ball hin und her und berührt je nach

umgebenden Luftströmen im Raum den transparenten Vorhang.

Ein Tischtennisball an einem von der Decke hängendem Gummiband befestigt.

Durch wiederholtes Spannen des Gummis nach unten auf den Boden und dann durch Loslassen, schmettert

der Ball an den Deckenbalken und verliert mit der Zeit nicht nur seine Form, sondern fällt förmlich auseinander.

Wenn dieser Punkt erreicht ist, nimmt er seinen Platz auf dem Rasen ein und wird durch einen Neuen ersetzt.



Der geschmetterte Ball, Audio